„Das meiste unserer Arbeit hat vorher noch nie jemand gemacht“

„Das meiste unserer Arbeit hat vorher noch nie jemand gemacht“

Projekt A1: Magnetostrictive Multilayers for Magnetoelectric Sensors

Matic Jovičević Klug, Materialwissenschaft
Lars Thormählen, Materialwissenschaft

 

Was ist eure Aufgabe innerhalb des SFBs? 
Lars:
Wir wollen die besten magnetischen Schichten für das Ziel des SFBs, Magnetfeldsensoren, erstellen. 

Was erzählt ihr auf Familienfeiern, was ihr beruflich macht? 

(beide lachen)
Lars: Ich versuche aus unterschiedlichen Materialien magnetische Schichten für Magnetfeldsensoren herzustellen. Dafür benutze ich unterschiedliche Prozesse. Mit diesen Prozessen will ich einen Dünnfilm generieren, der sehr stark auf kleine Magnetfelder reagiert. 

Matic: Ich arbeite mit Magneten bzw. magnetischen Materialien und wende sie für Sensoren an, die Körperaktivitäten messen können. Was ich mir anschaue, liegt im Mikro- oder Nanobereich – ich sage immer, das ist quasi eine Nadel auf einem Fußballplatz. 

Was macht ihr an einem typischen Tag? 

Lars: Den verbringe ich häufig im Reinraum. Dort gibt es die saubere Umgebung, die ich brauche, um Sensoren zu produzieren. Ich baue die komplett selbst, komme mit einem fertigen Sensor raus und den analysieren wir anschließend. 

Matic: Wir schauen dann, ob das, was wir erreichen wollten, geklappt hat und was wir bei der Herstellung noch verbessern können. Wir machen auch magnetische Schichten für die Sensorkonzepte der anderen Projektgruppen.

  

Was macht euch dabei am meisten Spaß?

Lars: Der Austausch mit den Kollegen – und verschiedenste Anlagen zu benutzen. Als ehemaliger Elektriker bin ich natürlich begeistert, dass ich damit so viel praktisch arbeiten kann. 

Matic: Ich mag es vor allem, Fragezeichen aufzulösen. Es passiert etwas, was man nicht erwartet hat und dafür muss man dann eine Lösung finden. Das Beste ist, wenn ich Ergebnisse bekomme, die ich nicht verstehe. Dann habe ich den Reiz, herauszufinden, was dahintersteckt. Das meiste, was wir hier machen, hat vorher noch niemand gemacht – das ist das Spannende daran. 

Lars: Das macht ja auch Wissenschaft aus, dieser Vorstoß ins Unbekannte. 

    

Habt ihr ein „Lieblingsforschungsinstrument“?

Lars: Das Rasterelektronenmikroskop. Man bekommt damit sehr viele Informationen aus einer einzigen Probe. Außerdem können als Ergebnisse spannende rauskommen, die auch als Kunst funktionieren könnten.

Matic: Für mich ist das definitiv das „MOKE“-Mikroskop. Es ist das eleganteste, aber auch aussagekräftigste Messgerät in meiner Arbeit. Man kann mit diesem Gerät die magnetischen Domänen beobachten. Für mich ist das die Grundlage, um zu verstehen, was in einem magnetischen Material passiert. Und ich finde die Bilder toll, die im MOKE entstehen, weil sie sehr künstlerisch aussehen. Das gibt den speziellen Charme des Magnetismus wieder.

Warum war Materialwissenschaft genau der richtige Studiengang für euch?   

Lars: Für mich war es wichtig, mich nicht nur in der Elektrotechnik oder im Maschinenbau zu bewegen. So kam ich zu den Materialwissenschaften. Der Studiengang kombiniert viele interessante Bereiche der Natur- und Ingenieurwissenschaften und zeigt ganz deutlich, dass man nie auslernt. 

Matic: Meinen Bachelorabschluss in Materialwissenschaften habe ich im Ausland gemacht und dort sehr viel über Metalle gelernt. Danach bin ich nach Kiel gekommen und habe viele andere Materialbereiche kennengelernt, die in mir sehr viel Interesse geweckt haben. Deshalb habe ich meine Promotion in einem für mich vorher unbekannten Bereich, dem Magnetismus, hier in Kiel gestartet. 

 

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Jeffrey McCord

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