Outreach News

Mit seiner digitalen Ausstellung präsentierte sich der SFB 1261 vom 13.-15. März bei den Studieninformationstagen der Uni Kiel. „Die Entwicklung von Magnetfeldsensoren ist ein tolles Beispiel dafür, was man mit einem Abschluss in Materialwissenschaft oder Elektrotechnik alles machen kann“, sagt Lars Thormählen, Promotionsstudent bei Professor Eckhard Quandt im Projekt A1 „Magnetostrictive Multilayers for Magnetoelectric Sensors“. Zusammen mit der Fachschaft Ingenieurswissenschaften betreute er den Stand des SFBs im Foyer des Audimax und stellte Interessierten das Forschungsvorhaben und passende Studienmöglichkeiten vor. „Die Stele ist ein tolles Hilfsmittel, um direkte Einblicke in die Arbeit unseres SFBs zu geben.“ Anhand der Bilder und Texte auf dem interaktiven Touchbildschirm, entwickelt vom Outreach-Projekt, konnten Schülerinnen und Schüler sich aber auch selbstständig über den SFB, die Erforschung von Sensoren und ihre Entwicklung im Kieler Reinraum informieren. Über 15.000 Besucherinnen und Besucher nutzen die diesjährigen Studieninformationstage, um sich einen Überblick über das gesamte Studienangebot der Uni Kiel zu verschaffen. 

Am 21. und 22. Februar 2018 besuchte der SFB 1261 drei Berliner Forschungsstandorte.

An der medizinischen Klinik für Kardiologie der Charité gaben Prof. Dr. Park und Dr. Skurk einen Einblick in diagnostische und therapeutische Verfahren der modernen Herzmedizin. Danach besichtigte das SFB-Team unter anderem die geschirmte Messkammer, in der Messungen am Herzen mithilfe von SQUID-Sensoren durchgeführt werden. 

An der technischen Universität berichteten Prof. Dr. Blankertz und Prof. Dr. Müller aus ihrer Forschung im Bereich der Brain Computer Interfaces (BCIs), also Schnittstellen zwischen Computer und dem menschlichen Gehirn. Die Wissenschaftler stellten unter anderem dar, wie Daten aus EEG-Messungen verwendet werden können, um Gedanken in Steuersignale zu übersetzen. 

An der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) werden diverse magnetische Messverfahren weiterentwickelt. Das SFB-Team bekam einen Einblick in die Untersuchung magnetischer Nanopartikel, die in der Medizin beispielweise als Kontrastmittel in der Magnetresonanzbildgebung oder in der Krebstherapie zum Einsatz kommen. Ein Highlight war schließlich die Führung durch den „magnetisch ruhigsten Raum der Erde“, eine sowohl passiv als auch aktiv geschirmte Kammer aus sieben Schalen aus Metallen mit hoher Permeabilität. Ein Schirmfaktor von bis zu 2∙106 bei 0,01 Hz ermöglicht es, kleinste Magnetfelder hochauflösend zu messen - sogar das einer tickenden Armbanduhr. 

Wir danken allen Forschenden für die interessanten Einblicke in ihre herausragende Arbeit!

Die vom Outreach-Projekt entwickelte digitale Ausstellung zum SFB 1261 gibt es nun auch in einer Webseiten-Variante. Interessierte können sich so bequem von zuhause aus über die Forschungsbereiche des SFB 1261 informieren. Die Webseite ist für den Einsatz auf mobilen Endgeräten optimiert und kann so auch an Schulen eingesetzt werden. Erreichbar ist sie über den Menüpunkt „Microsite“ auf der SFB-Homepage oder über folgenden Link: http://info.sfb1261.de/de/ 

Am 29. September 2017 fand die zweite Auflage der Europäischen Nacht der Wissenschaft in der KielRegion statt. Der SFB 1261 zeigte in Plön „Wissenschaft zum Anfassen“: Erstmals konnten sich Besucherinnen und Besucher über die neue interaktive Touch-Säule darüber informieren, wie im SFB hochempfindliche Magnetfeldsensoren entstehen und im Rahmen von medizinischen Messungen eingesetzt werden. Die Touch-Säule wird zukünftig auch bei weiteren Outreach-Veranstaltungen dabei sein.

Im Sommersemester 2017 schloss mit Jens Reermann der erste Promovend seine Doktorarbeit im SFB 1261 ab. Der 29-Jährige forschte über digitale Signalverarbeitung von hochempfindlichen, magnetoelektrischen Sensoren, um ihre Anwendbarkeit zu verbessern. Sein Doktorvater war Gerhard Schmidt, Professor für Digitale Signalverarbeitung und Systemtheorie an der CAU.

Mittlerweile sind die Sensoren so sensibel, dass sie den menschlichen Herzschlag über sein Magnetfeld messen können. Doch in realen Messumgebungen außerhalb des Labors, wie einer Klinik, existieren eine ganze Reihe von Störquellen, die das Messen und Auslesen von Signalen beeinträchtigen. Dazu gehören zum Beispiel Vibrationen durch Bewegungen, Gespräche oder das Magnetfeld der Erde. Hier setzt Reermanns Doktorarbeit „Signalverarbeitung für magnetoelektrische Sensorsysteme “ an. Um die Qualität der gemessenen Signale zu verbessern, forschte er daran, wie Störungen vermieden oder kompensiert werden können, zum Beispiel durch nachträgliches Herausrechnen der unerwünschten Werte. Aber auch ohne äußere Störungen würden die Sensoren selbst zurzeit noch zu sehr rauschen und damit die Messergebnisse verfälschen. „Deshalb habe ich die Herzströme parallel auch elektrisch gemessen und gleiche Abschnitte so lange überlagert, bis das Rauschen verschwindet“, erklärt Reermann.

Nach seinem Dualem Studium der Informations- und Elektrotechnik in Hamburg und einem Master in „Mikroelektronische Systeme“ zog es den gebürtigen Sauerländer nach Kiel. Es reizte Reermann, im Rahmen einer Doktorarbeit in die Tiefe zu forschen und das bisher Gelernte ganz neu anzuwenden. Als Absolvent einer Fachhochschule hatte Reermann an der CAU kein Problem, zu promovieren. Bei seiner Arbeit im SFB sei ihm seine praxisnahe Ausbildung sogar zugutegekommen. „Das Thema Magnetfeldsensoren fand ich spannend, und die Interdisziplinarität im SFB. Bei der Breite an Themen und der engen Zusammenarbeit lernt man hier jeden Tag etwas Neues.“ Die Integrated Research Training Group (IRTG) fördert innerhalb der Doktorandenausbildung sowohl diese Interdisziplinarität als auch die wissenschaftliche Eigenständigkeit. Qualifizierungsworkshops zu Arbeitstechniken und soft skills gehören ebenfalls zum Programm für Promovierende. „Man hat hier viele Professoren als Ansprechpartner. Das hat mir sehr geholfen, genauso wie die gemeinsamen Meetings mit den anderen Mitgliedern“, zieht Reermann Bilanz. „Es gibt zum Beispiel Students-Only-Meetings, in denen man sehr gut auf Augenhöhe diskutieren kann.“

Nach der Promotion geht es für Reermann jetzt in der Wirtschaft weiter. Im Bereich Sicherheitstechnik wird er in der Produktentwicklung arbeiten und sich unter anderem mit Schutzmasken beschäftigen: „Ich finde es spannend, Produkte herzustellen und dabei eng mit Nutzern und ihrem Feedback zu tun zu haben. Das hat für mich auch mit einer großen Verantwortung zu tun.“ Dass er einmal in die Wissenschaft zurückkehrt, schließt Reermann nicht aus. „Es hat wirklich Spaß gemacht, mit Jens Reermann zusammen zu arbeiten – ein sehr schlauer, sehr netter und sehr patenter junger Mann. Wir werden ihn im SFB vermissen“, so Doktorvater Schmidt.

Julia Siekmann, Pressestelle, CAU

Zum ersten Mal präsentierte sich in diesem Jahr die Universität  Kiel  dem nationalen und internationalen Publikum der Hannover Messe. Vom 24. bis 28. April stellten sich ihre vier Forschungsschwerpunkte vor und warben damit auch für den Forschungs- und Technologiestandort Schleswig-Holstein. Der Forschungsschwerpunkt KiNSIS zeigte aktuelle Themen der Grundlagen- und anwendungsorientierten Kieler Nanoforschung und stieß damit auf sehr großes Interesse bei Messepublikum und Ausstellern aus Industrie, Wissenschaft und Politik. Unter diesem Dach präsentierte sich auch der SFB 1261 mit seiner Forschung zu hochempfindlichen Magnetfeldsensoren.

Das Konzept ging auf: Fünf interaktive Exponate aus verschiedenen Bereichen der Nanowissenschaft, eine intensive Betreuung vor Ort durch Promovierende aus den jeweiligen SFBs und Arbeitsgruppen, ergänzt durch Fachvorträge zu anwendungsnahen Themen. Der KiNSIS-Stand war kontinuierlich sehr gut besucht und lenkte die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf sich, darunter der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer. Mit viel Begeisterung und Einsatz vermittelten die Promovierenden die Vielfalt und Interdisziplinarität der Kieler Nanoforschung und führten zahleiche Gespräche u.a. mit namhaften Unternehmen aus dem In- und Ausland, aber auch vielen Schülerinnen und Schülern sowie Studieninteressierten. 

Der SFB 1261 zeigte auf der Hannover Messe, wie in Zukunft extrem kleine biomagnetische Felder zum Beispiel des Gehirns oder des Herzens gemessen werden können. Mit dem eigens für die Messe hergestellten Demonstrator konnten Messebesucherinnen und -besucher die Auswirkungen extrem kleiner Magnetfelder auf einen biomagnetischen Sensor selbst untersuchen. Die Zusammenhänge dahinter erläuterten im Wechsel Phillip Durdaut, Patrick Hayes, Christine Kirchhof, Anne Kittmann, Rahel Kruppe und Lars Thormählen vom SFB. „Unsere Magnetfeldsensoren stießen auf großes Interesse, gerade bei Firmen aus der Medizintechnik und Studieninteressierten. Durch den Messestand konnten wir in kurzer Zeit sehr vielen Leuten unsere Arbeit hier in Kiel zeigen“, zog Thormählen am Ende der Woche Bilanz. Dr. Lorenz Kampschulte (Kiel Science Outreach Campus und Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften) begleitete den Bau der Exponate und entwarf für die speziellen Anforderungen vor Ort einen Tisch, an dem alle Exponate den Besuchern dialogorientiert präsentiert werden konnten. „Insgesamt war das viel Arbeit, aber wir haben es mit vereinten Kräften geschafft, in weniger als vier Monaten einen beeindruckenden Messeauftritt für KiNSIS hinzulegen“, so Kampschulte. Tisch und Exponate könnten auch in Zukunft für weitere Outreach-Veranstaltungen wie die Kieler Woche oder die Nacht der Wissenschaften zur Verfügung stehen. 

 

Übersicht aller KiNSIS-Exponate

Bilderstrecke auf Flickr

 

Am 24. Januar 2017 besuchte uns Jens Wellhöner, NDR 1 Welle Nord, um einen kurzen Radiobeitrag über unseren SFB zu erstellen. Bridget Murphy, Eckhard Quandt, Gerhard Schmidt, Günther Deuschl, Alexander Teplyuk und Mevlut Yalaz taten ihr Bestes um Herrn Wellhöner möglichst gut über die Themen unseres gemeinsamen Forschungsvorhabens zu informieren. Nun gibt es auch einen Radiobeitrag zu unserem SFB, der vor kurzem in der Sendung "Von Binnenland und Waterkant" gesendet wurde.

Auch wenn Jens Wellhöner mittlerweile in Kassel beim HR arbeitet, so ist er doch immer noch ein wenig mit Kiel verbunden: er hat einen Teil seines Studiums in Kiel absolviert und ab und an ist er auch bei der Welle Nord in Kiel. Wir hoffen natürlich, dass wir ihn noch öfter hier bei uns begrüßen dürfen und mit neuen Erfolgen aus dem SFB "versorgen" können.

 

Am 22. November 2016 fuhren die Mitglieder der IRTG des SFB 1261 zu einem Besuch am DESY (Deutsches Elektronen Synchrotron) in Hamburg.
Nach einem kurzen Vortrag zur Geschichte des DESY, sowie einer allgemeinen Einführung in das Thema Synchrotron, ging es auf einen gut zweistündigen Rundgang über das DESY-Gelände.

Erster Halt war das Gebäude der Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle Petra III. Hier werden unter Anderem sehr kleine Proben untersucht, sowie Experimente mit stark gebündeltem, besonders kurzwelligen Röntgenlicht durchgeführt.

 

Später war es dann möglich die eigentliche Technik hinter einem Speicherring anzusehen und sich ein Bild von den Dimensionen dieser Anlagen zu machen. Ein Teil des Tunnels der 2007 stillgelegten Anlage HERA (Hadron-Elektron-Ring-Anlage) wurde erwandert. Dieser ist mit einem Umfang von 6336 m der größte Ringbeschleuniger den das DESY bisher errichtet hat. Die Funktion und Aufgaben der einzelnen Komponenten des Beschleunigers wurde anschaulich erläutert. Diverse weitere Exponate wie z. B. Vertexdetektoren zur Teilchenanalyse, Funkenkammern als Teilchendetektoren und die Driftkammer des Experimentes ARGUS (ursprünglich  A Russian-German-United States-Swedish Collaboration) einem Experiment zur Erforschung der schweren Quarks, speziell des Charm- und Bottomquarks konnten sozusagen im Vorübergehen angeschaut werden. Wir danken dem DESY für die Einladung und die kurzweilige Führung.

Contact

sfb1261@tf.uni-kiel.de

Chairman:

Prof. Dr. Eckhard Quandt

Kiel University
Institute for Materials Science

 

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