Outreach News

Wofür brauchen wir Magnetfeldsensoren und wie werden sie eigentlich hergestellt? Drei Tage lang gaben SFB-Mitglieder Einblicke in ihre Forschung und die Arbeit im Kieler Nanolabor an der Technischen Fakultät. Zwei Virtual-Reality (VR)-Brillen machten den Reinraum und sein Equipment virtuell erlebbar. Normalerweise können ihn nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in besonderen Schutzanzügen betreten. Wer eine der Brillen aufsetzte, konnte das 360-Grad-Video eines virtuellen Rundgangs durch das Labor sehen und sich dort gewissermaßen frei umschauen. 

Die Brillen sorgten für viel Aufmerksamkeit und wurden von Jung und Alt mit Begeisterung ausprobiert. Die beiden Freundinnen Hannah und Camille aus Kiel haben richtig gut aufgepasst, was im Video passierte: „Die Wissenschaftler haben ganz viele Platten in einen Schrank geschoben und einer hat am Computer gearbeitet“, erklärt die 12-jährige Hannah, was sie gesehen hat. „Und die hatten alle Masken auf, weil sonst Staub auf die Sensoren kommt und das würde alles verändern“, ergänzt Freundin Camille, 11 Jahre.

„Das war toll, in so einem Raum zu sein und die Sachen dort direkt zu sehen“, sagte der 11-jährige Jannes aus Jevenstedt. Auch Mutter Katrin zeigte sich beeindruckt von den Brillen: „Gerade für Kinder sind die bestimmt hilfreich, um Inhalte zu vermitteln.“ „Der Eindruck ist natürlich viel plastischer, als wenn man sich das in einem Buch anschauen würde – solche Techniken sollten viel mehr eingesetzt werden“, lautete Florians Fazit, der zurzeit an der CAU in Physikalischer Chemie promoviert. 

Begleitend zu den VR-Brillen erklärte Carolin Enzingmüller vom Projekt SOP mit ihrem Team von Promovierenden aus verschiedenen Arbeitsgruppen, wie im Reinraum Magnetfeldsensoren hergestellt werden. Anhand eines Demonstrators zeigten sie, wie die fertigen Sensoren aussehen könnten und wie sie reagieren, wenn ein handelsüblicher Magnet – zum Beispiel von einer Magnettafel – in ihre Nähe kommt. Verschiedene Ausstellungsplakate visualisierten mögliche medizinische Anwendungen wie die Messung von Herzaktivitäten oder die verbesserte Stimulierung des Gehirns bei Parkinson-Erkrankten. 

„Das Publikum war ganz bunt gemischt, von jung bis alt“, so Enzingmüllers Bilanz nach drei Tagen Kieler Woche. „Vor allem die VR-Brillen haben die Leute angezogen. Viele fanden es spannend, sich virtuell in einen Raum umzuschauen, in dem man sonst als Laie nicht hereinkommt. Aber auch zu den Aspekten der medizinischen Anwendung gab es viele Nachfragen.“ Auf der Nacht der Wissenschaft am 28. September soll eine erweiterte Form der Ausstellung an der technischen Fakultät gezeigt werden.

 

Auch in diesem Jahr präsentiert sich die Uni Kiel auf der Kieler Woche mit einem eigenen Vortrags- und Ausstellungszelt. Vom 16.-18. Juni wird der SFB dort zeigen, wie sie extrem empfindliche magnetische Sensoren erforschen, zum Beispiel für die Messung von Herzströmen. Zu sehen ist eine interaktive Touchstele sowie eine Virtual-Reality-Brille, mit der Besucherinnen und Besucher den Reinraum an der Technischen Fakultät virtuell betreten können. Hier werden die empfindlichen Sensoren unter besonderen Bedingungen in fast staubfreier Umgebung hergestellt.

Das Zelt der Uni Kiel lädt Groß und Klein während der gesamten Kieler Woche (16.-24.6.) zu leicht verständlichen, wissenschaftlichen Vorträgen, Sprachkursen und viele Mitmachangeboten aus allen Fachgebieten der Uni ein.

Weitere Infos und Standort an der Kiellinie: 

www.uni-kiel.de/live/index.php?page=standort

Unter nahezu staubfreien Bedingungen forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB im Reinraum der Technischen Fakultät an Sensoren. Betreten können sie ihn nur in speziellen Schutzanzügen. Ein neues 360-Grad-Video des SFB gibt nicht nur einen Einblick in ihre tägliche Arbeit, sondern zeigt auch den Reinraum in Rundumperspektive. Erleben lässt sich das nicht nur online und auf der Touchstele des SFB. Mit speziellen Virtual-Reality-Brillen kann nun jeder den Reinraum gewissermaßen virtuell betreten. Fast einen Tag lang drehte dort ein Kamerateam und ließ sich von Mitgliedern des SFB zeigen, welche Schritte nötig sind, um Sensoren herzustellen. Zum ersten Einsatz kamen die 360-Grad-Videoaufnahmen im April diesen Jahres auf dem Stand der Universität Kiel auf der Hannover Messe.  

 360-Grad-Video

 

 

Wie Sensoren hergestellt werden, die Gehirnaktivität messen, konnten Mädchen beim diesjährigen Girls‘ Day am 26. April an der Technischen Fakultät erfahren. Das Angebot stieß auf großes Interesse und war bereits frühzeitig ausgebucht: 9 Mädchen aus der 7. und 8. Klasse nahmen daran teil. SFB-Mitglied Rahel Rahlves zeigte den Teilnehmerinnen unter anderem, wie im Reinraum aus Siliziumscheiben Sensoren hergestellt werden und warum der SFB daran forscht. Anschließend durften die Nachwuchswissenschaftlerinnen sich selbst an die Arbeit machen: Per Photolithographie strukturierten sie die Oberfläche der Scheiben, um ihnen so ihre charakteristischen Eigenschaften zu verleihen. Nach dem Beschichten in der Sputteranlage sägten sie schließlich selbst einzelne Chips aus – natürlich komplett im speziellen Reinraum-Schutzanzug wie die „echten“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. „Die Mädels waren sehr interessiert und haben jede Menge Fragen gestellt“, so das Fazit von Rahel Rahlves. Am Ende gab es für alle ein Teilnahmezertifikat und den selbst hergestellten Chip als Kettenanhänger zum Mitnehmen.

Mit seiner digitalen Ausstellung präsentierte sich der SFB 1261 vom 13.-15. März bei den Studieninformationstagen der Uni Kiel. „Die Entwicklung von Magnetfeldsensoren ist ein tolles Beispiel dafür, was man mit einem Abschluss in Materialwissenschaft oder Elektrotechnik alles machen kann“, sagt Lars Thormählen, Promotionsstudent bei Professor Eckhard Quandt im Projekt A1 „Magnetostrictive Multilayers for Magnetoelectric Sensors“. Zusammen mit der Fachschaft Ingenieurswissenschaften betreute er den Stand des SFBs im Foyer des Audimax und stellte Interessierten das Forschungsvorhaben und passende Studienmöglichkeiten vor. „Die Stele ist ein tolles Hilfsmittel, um direkte Einblicke in die Arbeit unseres SFBs zu geben.“ Anhand der Bilder und Texte auf dem interaktiven Touchbildschirm, entwickelt vom Outreach-Projekt, konnten Schülerinnen und Schüler sich aber auch selbstständig über den SFB, die Erforschung von Sensoren und ihre Entwicklung im Kieler Reinraum informieren. Über 15.000 Besucherinnen und Besucher nutzen die diesjährigen Studieninformationstage, um sich einen Überblick über das gesamte Studienangebot der Uni Kiel zu verschaffen. 

Am 21. und 22. Februar 2018 besuchte der SFB 1261 drei Berliner Forschungsstandorte.

An der medizinischen Klinik für Kardiologie der Charité gaben Prof. Dr. Park und Dr. Skurk einen Einblick in diagnostische und therapeutische Verfahren der modernen Herzmedizin. Danach besichtigte das SFB-Team unter anderem die geschirmte Messkammer, in der Messungen am Herzen mithilfe von SQUID-Sensoren durchgeführt werden. 

An der technischen Universität berichteten Prof. Dr. Blankertz und Prof. Dr. Müller aus ihrer Forschung im Bereich der Brain Computer Interfaces (BCIs), also Schnittstellen zwischen Computer und dem menschlichen Gehirn. Die Wissenschaftler stellten unter anderem dar, wie Daten aus EEG-Messungen verwendet werden können, um Gedanken in Steuersignale zu übersetzen. 

An der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) werden diverse magnetische Messverfahren weiterentwickelt. Das SFB-Team bekam einen Einblick in die Untersuchung magnetischer Nanopartikel, die in der Medizin beispielweise als Kontrastmittel in der Magnetresonanzbildgebung oder in der Krebstherapie zum Einsatz kommen. Ein Highlight war schließlich die Führung durch den „magnetisch ruhigsten Raum der Erde“, eine sowohl passiv als auch aktiv geschirmte Kammer aus sieben Schalen aus Metallen mit hoher Permeabilität. Ein Schirmfaktor von bis zu 2∙106 bei 0,01 Hz ermöglicht es, kleinste Magnetfelder hochauflösend zu messen - sogar das einer tickenden Armbanduhr. 

Wir danken allen Forschenden für die interessanten Einblicke in ihre herausragende Arbeit!

Die vom Outreach-Projekt entwickelte digitale Ausstellung zum SFB 1261 gibt es nun auch in einer Webseiten-Variante. Interessierte können sich so bequem von zuhause aus über die Forschungsbereiche des SFB 1261 informieren. Die Webseite ist für den Einsatz auf mobilen Endgeräten optimiert und kann so auch an Schulen eingesetzt werden. Erreichbar ist sie über den Menüpunkt „Microsite“ auf der SFB-Homepage oder über folgenden Link: http://info.sfb1261.de/de/ 

Am 29. September 2017 fand die zweite Auflage der Europäischen Nacht der Wissenschaft in der KielRegion statt. Der SFB 1261 zeigte in Plön „Wissenschaft zum Anfassen“: Erstmals konnten sich Besucherinnen und Besucher über die neue interaktive Touch-Säule darüber informieren, wie im SFB hochempfindliche Magnetfeldsensoren entstehen und im Rahmen von medizinischen Messungen eingesetzt werden. Die Touch-Säule wird zukünftig auch bei weiteren Outreach-Veranstaltungen dabei sein.

Contact

sfb1261@tf.uni-kiel.de

Chairman:

Prof. Dr. Eckhard Quandt

Kiel University
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